• Weigel-Schrüffer: „Darauf kommt es beim modernen Flachdach an“

    Einschalige nicht belüftete Flachdächer, auch als Warmdach bezeichnet, haben sich in der Praxis bewährt: Geschäftsführer und Dachdeckermeister Johannes Weigel erläutert die Vor- und Nachteile.

    BildFlachdächer sind aus dem modernen Wohnungs- und Gewerbebau nicht mehr wegzudenken. „Wir selbst haben schon eine Vielzahl an Flachdächern errichtet und auch saniert“, sagt Geschäftsführer und Dachdeckermeister Johannes Weigel. In diesem Bereich kommen die Warmdachdämmung mit ihrer Spezialform, dem Umkehrdach, zum Einsatz.
    Dachflächen unter 5 Grad Neigung werden als Flachdächer bezeichnet. Sie sollten dabei über ein Mindestgefälle von 2 Grad verfügen. „Sonst kann es zu Schäden kommen, wie die Praxis gezeigt hat“, sagt Johannes Weigel. Ein weiteres Kennzeichen eines Flachdachs ist: Anstelle einer Dachdeckung haben sie eine Dachabdichtung. „Dies bringt Vorteile: So ist die Dachhaut leichter und auch darunter liegende Räume lassen sich mit geeigneten Oberlichtern natürlich belichten“, so der Geschäftsführer der Weigel-Schrüffer GmbH aus Bamberg.
    Das Kaltdach: „In der Praxis hat sich diese Methode nicht bewährt“
    Dachhaut, Belüftungsschicht, Wärmedämmung, Dampfbremse und Unterbau: Das war der typische Aufbau eines gedämmten Kaltdachs. „Die Belüftungsschicht innerhalb dieser zweischaligen Konstruktion sollte dazu dienen, die Feuchtigkeit abzutransportieren“, erklärt Johannes Weigel. „Das war zumindest die Überlegung: Denn in der Praxis hat sich diese Methode nicht wirklich bewährt, da dieser Aufbau einfach zu schadensanfällig war und ist.“
    Das Warmdach: Heute allgemein anerkannter Stand der Technik
    Demgegenüber steht das Warmdach, welches das Bamberger Dachdeckerunternehmen dutzende Male im Jahr baut oder saniert: „Der Aufbau dieses Flachdaches ist einschalig und es wird nicht belüftet. Oben kommt die Abdichtung, danach eine Trennlage, sofern die Abdichtungsbahn dies erfordert. Anschließend kommt die Wärmedämmung selbst und eine Dampfsperre. Zum Schluss folgt die eigentliche Dachtragkonstruktion, die zum Beispiel aus Stahlbeton gefertigt sein kann.“ Als Wärmedämmung kommen häufig Platten aus Polyurethan, Steinwolle oder Polystyrol zum Einsatz.
    „Die Dampfsperre schützt die Wärmedämmung vor Feuchtigkeit und muss zur Raumseite hin vorhanden sein, denn durch die Abdichtung kann der Wasserdampf nicht entweichen“, erklärt Johannes Weigel. Auch während des Einbaus müsse die Dämmung vor Feuchtigkeit geschützt werden. „Deshalb kann ich beispielsweise bei Regen diese Arbeiten nicht durchführen.“ Ganz im Gegensatz zum Umkehrdach.
    Das Umkehrdach: Eine Sonderform des nicht belüfteten Flachdachs
    „Das Umkehrdach wurde in Kanada entwickelt. Die Überlegung dahinter ist, dass ich neben der Dampfsperre nur noch eine weitere hochwertige Abdichtung brauche“, sagt Johannes Weigel. Als Dämmmaterial kämen hier Extrudierter Polystyrol Hartschaumplatten zum Einsatz. „Diese Platten werden dicht gestoßen und dürfen nur einlagig verlegt werden, da sich zwischen den Lagen sonst ein Wasserfilm bilden könnte.“ Der Vorteil dieser Konstruktion sei gleichzeitig auch ein Nachteil: „Ich benötige weniger Schichten, allerdings kommt die Wärmedämmung bei Regen auch mit kaltem Wasser in Berührung, was wiederum zu Wärmeverlusten führen kann“, sagt Johannes Weigel.
    Zusammenfassend lässt sich sagen: „Die heutigen Flachdächer erfüllen genauso wie die Steildächer alle an sie gestellten Anforderungen, wenn sie fachmännisch errichtet werden. Darauf sind wir bei Weigel-Schrüffer mit unserem Team und Fuhrpark spezialisiert“, so der Bamberger Dachdeckermeister. „Egal ob das Gebäude gewerblich genutzt wird oder privat.“
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